Konzept

Das Lebens.Werk in Trägerschaft der Kreisdiakoniestelle Tuttlingen ist ein Ort, an dem Menschen sich in Kreativität, Beschäftigung und Gemeinschaft begegnen können. Seit August 2016 hat die Kreisdiakoniestelle Tuttlingen das Gelände in der Föhrenstraße 3 angemietet.

Was wollen wir erreichen?

Welche Angebote gibt es im Lebens.Werk?


Wieso macht Kirche so etwas?

Lebenswert im Lebens.Werk:
Jeder Mensch verfügt über individuelle Gaben (vgl. 1. Korinther 12, Vers 8f.) und wir sehen jedes Menschenleben als lebenswert an. Nur weil jemand keine Arbeit auf dem Arbeitsmarkt findet oder an einer Krankheit leidet, bedeutet dies für uns nicht, diese Menschen links liegen zu lassen. Wir möchten im Lebens.Werk jedem Menschen die Chance geben, sich mit seinen Gaben einzubringen bzw. deren Wirkungen zu entfalten. Jeder einzelne kann seinen Beitrag zum Ganzen leisten und ist auf seine/ihre Art wichtig für das Lebens.Werk. In seinem ersten Brief an die Korinther beschreibt Paulus die Gemeinde als den Leib Christi mit vielen Gliedern am Bild des menschlichen Körpers. So verschieden die einzelnen Glieder sind, so sind doch alle aufeinander angewiesen. „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm. Ihr aber seid der Leib Christi, und jeder einzelne ist ein Glied an ihm.“ (1. Korinther 12, Vers 26f.).

Kein Leistungsdruck im Lebens.Werk:
Die Arbeit im Lebens.Werk möchten wir mit dem biblischen Gleichnis der Arbeiter im Weinberg beschreiben:

„Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten. Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist. Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso. Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum? Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten. Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar. Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar. Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren, und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen. Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart? Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebensoviel geben wie dir.“ (Matthäus 20, Verse 1 – 14)

Der Gutsherr im Gleichnis beschäftigt die Arbeiter, die noch keine anderweitige Beschäftigung finden konnten. Er bezahlt alle, unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeit, mit einem Denar – so viel, wie sie damals zum Überleben des Tages benötigten. Im Lebens.Werk herrscht kein Leistungsdruck. Zwar haben auch wir Kundentermine, die wir einhalten müssen, allerdings muss nicht bis zu einem bestimmten Datum etwas gefertigt oder innerhalb eines Tages eine bestimmte Menge produziert werden. Es geht vielmehr um das Arbeiten an sich und abends mit dem Gefühl nach Hause gehen zu können, „heute etwas geschafft zu haben“. Das ist auch der Grund, weshalb der Diakonieausschuss als Leitungsgremium der Diakonie im Landkreis entschieden hat, dieses Projekt zu starten, obwohl es für die diakonische Arbeit ein finanzielles Risiko darstellt.

Die Diakonie ist der Meinung, dass die Menschen in Tuttlingen vom Lebens.Werk einen sozialen und menschlichen Gewinn haben werden.